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Länderinformationen China – Tibet

Länderinformationen China – Tibet

Höchsttemperaturen im Vergleich

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PEKING17122228293029272085
CHENGDU91216222627282825211610
LHASA791215182322201816107
BERLIN2371217212322191584

Lage:

China: China liegt im Osten des asiatischen Kontinents und grenzt an 14 Staaten
Tibet: Tibet ist im Südwesten Chinas und grenzt an 7 Staaten

Hauptstadt:

China: Peking (Beijing), Großraum: ca. 21,5 Mio. Einwohner
Tibet: Lhasa, ca. 474.500 Einwohner

Staatsform:

China: Sozialistische Volksrepublik China (Gründung: 01.10.1949) unter der alleinigen Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Es herrscht ein Einparteiensystem. Staatsoberhaupt ist der Präsident Xi Jingping.
Tibet: Das Autonome Gebiet Tibet ist eine Verwaltungseinheit der Volksrepublik China.

Religion:

China: Atheistische Staatsideologie; Buddhismus, Islam, Taoismus, Protestantische und Katholische „Staatskirchen“ sowie unabhängige Hauskirchen
Tibet: Tibetischen Buddhismus, Bön-Religion, Volksreligion, sowie Minderheiten an Muslimen und Katholiken

Sprache:

China: Hauptsächlich Standard-Hochchinesisch („Mandarin“) und Dialekte des Chinesischen.
Tibet: Neben Tibetisch ist Hochchinesisch die offizielle Amtssprache.

Klima:

China: Im Norden kontinental, im Süden subtropisch.
Tibet: Hochlandklima mit großen Temperaturschwankungen

Ortszeit:

China/Tibet: keine Sommer-Winterzeitumstellung. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt im Sommer +6 Stunden und im Winter +7 Stunden.

Elektrizität:

China/Tibet: 220-250 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Ein Adapter wird benötigt.

Telefonieren:

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland nach China/Tibet ist 0086. Für Telefonate nach Deutschland wählt man 0049. Vor der Ortsvorwahl entfällt die Null.

Währung:

China/Tibet: Die offizielle Währung ist der Renminbi (Volkswährung), auch Yuan genannt (CNY). 1 CNY = 10 Jiao. Kurs (Stand: 06.11.2018) 1 EUR = 7,88 CNY, 1 CNY = 0,13 EUR.

Banken/Kreditkarten:

Es wird empfohlen Geld erst vor Ort zu wechseln oder abzuheben, da im Zielland bessere Wechselkurse angeboten werden als in Deutschland. Am besten sollte das Geld bei einer Bank gewechselt werden. Öffnungszeiten Banken: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, 13.00/14.00-16.00/17.00 Uhr. Teilweise auch Sa 08.00-11.30 Uhr. An den Geldautomaten kann mit Kreditkarte abgehoben werden, nur selten auch mit EC-Karte. Ggf. fallen Gebühren an. Die Zahlung mit Bargeld ist immer, Zahlungen mit Kreditkarten in den meisten Fällen möglich. EC-Karten werden eher selten als Zahlungsmittel akzeptiert.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige:

Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist mit folgenden Dokumenten möglich:

ReisedokumenteEinreise möglich
ReisepassJa, mind. noch 6 Monate gültig bei Ausreise, mind. 2 leere Seiten
vorläufiger ReisepassJa, mind. noch 6 Monate gültig bei Ausreise, mind. 2 leere Seiten
PersonalausweisNein
vorläufiger PersonalausweisNein

Für die Einreise in die Volksrepublik China ist ein gebührenpflichtiges Visum erforderlich, das vor der Reise bei dem Visa Application Service Center eingeholt werden muss.
Hierbei ist zu beachten, dass nach geltendem chinesischem Einreiserecht der Visumantrag im Land der Staatsangehörigkeit oder des gewöhnlichen Aufenthalts (der im Visumverfahren nachgewiesen werden muss) eingereicht werden muss. Dies bedeutet, dass ein Ausweichen in Drittländer (auch Hongkong) nur dann möglich ist, wenn dort ein dauerhafter, legaler Aufenthalt besteht. Von Antragstellern, deren Reisepässe nach dem 1. Januar 2014 ausgestellt wurden, wird teilweise für den Visumantrag die Vorlage auch des vorherigen, abgelaufenen Reisepasses zusammen mit dem jetzigen Reisepass verlangt. Sollte der alte Pass eingezogen worden sein, ist eine unterschriebene Erklärung über den Zeitpunkt und den Ort des Verbleibs vorzulegen. Weiterhin ist in die Erklärung aufzunehmen, welche Länder seit dem 1. Januar 2014 besucht wurden, sowie die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes. Es ist noch nicht absehbar, wie lange diese strengere Praxis Bestand hat. An chinesischen Flughäfen werden für Personen, die keine gültigen Einreisevisa für die VR China besitzen, grundsätzlich keine Visa ausgestellt. Personen ohne gültiges Visum für die VR China wird regelmäßig die Einreise verweigert. Ausländer benötigen eine Spezialgenehmigung, um die Autonome Region Tibet touristisch zu bereisen. Diese Spezialgenehmigung für Touristen (auch als Tibet Travel Permit bzw. Tibet Entry Permit bekannt) wird vom tibetischen Fremdenverkehrsamt in Lhasa erteilt. Die Spezialgenehmigung kann ausschließlich über ein vom tibetischen Fremdenverkehrsamt akkreditiertes Reisebüro beantragt werden. Für einzelreisende Touristen wird keine Reiseerlaubnis erteilt, der Anschluss an eine Reisegruppe (mind. 5 Personen) eines akkreditierten Reisebüros ist erforderlich. Für die Einholung der Spezialgenehmigung sind (Scan-)Kopie des Passes und des chinesischen Visums sowie Angaben zur Berufstätigkeit erforderlich. Die Bearbeitungsdauer liegt nach Auskunft des tibetischen Fremdenverkehrsamts in der Regel bei 5 bis 7 Arbeitstagen. Bergsteiger, Journalisten, Geschäftsreisende und Familienbesucher unterliegen besonderen Bestimmungen, die im Einzelfall bei den zuständigen chinesischen Behörden zu erfragen sind. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes. Staatsangehörigen anderer Länder wird empfohlen, die für sie geltenden Einreisebestimmungen bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen. Sie sind selbst dafür verantwortlich ggf. erforderliche Visa zu beantragen und vorzuweisen. RSD übernimmt keinerlei Haftung, falls Sie dies versäumen. Bitte beachten Sie, dass die Einreise von der Genehmigung der Immigrationsbehörde abhängt.

Zollvorschriften:

Für den eigenen Gebrauch dürfen 400 Zigaretten, 2 Flaschen Spirituosen (je 750 ml), Devisen bis 5.000 USD (oder Gegenwert in anderen Devisen) für nicht-chinesische Staatsangehörige und bis zu 20.000 CNY eingeführt werden.
Die Ausfuhr von Antiquitäten ist strengen Regelungen unterworfen, unterteilt nach Art und Bedeutung der Kunstgegenstände. So dürfen Münzen aus der Zeit vor 1949 überhaupt nicht mehr ausgeführt werden, die meisten Antiquitäten nur, wenn sie das rote Siegel des chinesischen Kulturamtes tragen. Devisen: Bis 5.000,- USD (oder Gegenwert in anderen Devisen) für nicht-chinesische Staatsangehörige.
Diese Grenzen übersteigende Beträge nur bis zur Höhe der vorhergegangenen Einfuhrerklärung. Ferner dürfen bis zu 20.000 RMB ausgeführt werden. Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Allgemeine Reiseinformationen:

Derzeit dürfen sich Ausländer in China bis auf die Autonome Region Tibet ohne besondere Erlaubnis bewegen. Örtlich verhängte Sperren sind jedoch jederzeit und überall möglich, insbesondere in Tibet und in den angrenzenden Regionen mit tibetischer Bevölkerung sowie in der Autonomen Region Xinjiang.

Landesspezifische Sicherheitshinweise:

Die Sicherheitslage in China kann generell als gut eingestuft werden. Dennoch sollten sich Reisende stets mit der gebotenen Aufmerksamkeit bewegen. Dies gilt insbesondere in Touristenzentren, auf größeren Bahnhöfen, Busbahnhöfen sowie an den Flughäfen, wo aufdringliche, mitunter aggressive Schlepper und Schwarzmarkthändler allerhand Dienstleistungen, insbesondere Taxi-Dienste im Ankunftsbereich, auch sexuelle Leistungen, und Waren (oft gefälscht oder funktionsuntüchtig) zu unrealistischen Konditionen anbieten. Reisende sollten solche Angebote konsequent ablehnen oder ignorieren und die ausgeschilderten Taxi-Stände oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Ausländer über 16 Jahren müssen sich zu jeder Zeit mit einem Reisepass mit gültigem chinesischem Visum ausweisen können.
Polizeiliche Kontrollen sind, insbesondere im Zuge erhöhter Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld von Großereignissen oder Gedenktagen, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können. Mit der Visitenkarte des Hotels kann der Taxifahrer für den sicheren Rücktransport sorgen, auch wenn man über keine chinesischen Sprachkenntnisse verfügt.
Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Überfälle auf Ausländer werden selten bekannt, sind aber auch an gut bewachten Plätzen nicht auszuschließen. Es kommt immer wieder vor, dass Touristen von meist jüngeren Chinesen/Chinesinnen, die in der Regel sehr gut Englisch sprechen, auf der Straße, meist in Touristengebieten, nahe Restaurants, Kneipen und Diskotheken, ein gemeinsamer Besuch von Sehenswürdigkeiten, Teehäusern, Karaoke Bars, und insbesondere Massagesalons und ähnlichem angeboten wird. In Einzelfällen wurden die Angesprochenen sogar nur in ein Gespräch verwickelt und dann von mehreren Tätern in ein nahegelegenes Gebäude abgedrängt und festgehalten. Das Opfer erhält am Ende eine überhöhte Rechnung oder wird unmittelbar bei Betreten der Lokalität unter Androhung von Gewalt um hohe Geldbeträge (bar oder – per Kreditkarte) erpresst. Opfern derartiger Delikte wird empfohlen, sich möglichst unverzüglich an die nächste Polizeistation zu wenden. Mit Unterstützung der Polizei kann in vielen Fällen eine (Teil-) Rückerstattung des erpressten Betrages erreicht werden. Eine nachträgliche Geltendmachung ist schwierig und in der Regel erfolglos. In Bars und Nachtclubs in Peking kommt es zunehmend zu Zwischenfällen mit Beteiligung von Ausländern.
In einigen Fällen wurden ausländischen Besuchern Betäubungsmittel in ihr Getränk gemischt und sie anschließend beraubt, in anderen waren Ausländer in (z.T. provozierte) Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolgen involviert.

Besondere strafrechtliche Vorschriften:

Die Einfuhr oder der Besitz schon relativ geringer Mengen von Drogen kann zu hohen Freiheitsstrafen oder sogar zur Todesstrafe führen. Mit Wirkung vom 01.01.2014 wurde auch Khat als Droge qualifiziert; die Einfuhr nach China ist verboten, der Besitz unter Strafe gestellt. Reisende werden deshalb vor der Mitnahme von Gegenständen unbekannten Inhalts für Dritte dringend gewarnt. Gemäß dem Gesetz der VR China zur Ein- und Ausreiseverwaltung (Art. 28) kann gegen Ausländer u.a. dann eine Ausreisesperre verhängt und der Reisepass von der Polizei einbehalten werden, wenn sie in einem Strafprozess angeklagt oder verdächtigt werden oder wenn Ausländer in einem laufenden Zivilprozess involviert sind und dies von einem Gericht angeordnet wurde. In den vergangenen Jahren wurden Ausreisesperren auch bei Handelsstreitigkeiten verhängt. Auf ihrer Homepage informieren die deutschen Auslandsvertretungen über die Rechtsverfolgung in zivil- und handelsrechtlichen Streitigkeiten in China. Das „Gesetz über Strafen für Vergehen gegen die öffentliche Ordnung“ erlaubt den Polizeidienststellen, bei 238 Tatbeständen nicht nur Bußgelder bis zu 5.000,- RMB, sondern auch ohne richterliches Urteil bis zu 15 Tage Arrest anzuordnen. Dazu gehören die Störung der öffentlichen Ordnung, sittenwidriges Verhalten, Prostitution (strafbar sind sowohl Prostituierte wie auch Freier), Drogenkonsum (auch der Konsum außerhalb Chinas kann verfolgt werden, wenn dieser z.B. noch anhand einer Haarprobe nachgewiesen wird), illegaler Aufenthalt usw. Das Gesetz wird auch gegen Ausländer angewandt. In der jüngeren Vergangenheit mehren sich Fälle, in denen Ausländer auch wegen geringfügiger Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Vorschriften inhaftiert werden. Eine obligatorische Freilassung nach der 15-tägigen Haft-Höchstdauer ist nicht unbedingt gewährleistet. In den meisten Fällen erfolgt die Abschiebung aus der Administrativhaft nach Deutschland, oft begleitet mit Wiedereinreiseverboten für China. Fotografieren ist – von Ausnahmen wie z. B. militärischen Objekten abgesehen – nicht beschränkt. Bei Aufnahmen von Personen sollte erst um Erlaubnis gefragt werden. In Zweifelsfällen sollte man sich an die Reisebegleitung wenden. Video- und Schmalfilmkameras sind ohne besondere Genehmigung erlaubt, sollten jedoch in der Zollerklärung angegeben werden.

Medizinische Hinweise:

Impfschutz: Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu prüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, ggf. auch gegen Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Influenza (Risikogruppen) und Pneumokokken (über 60-Jährige). Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.
Durchfallerkrankungen: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln:
• Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser
• Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen
• Unterwegs auch zum Zähneputzen Trinkwasser benutzen.
• Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst schälen oder desinfizieren
• Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern
• Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen
• Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Japanische Enzephalitis: Die meisten Fälle dieser durch Mücken übertragenden Virusinfektion des Gehirns treten endemisch während der warmen Jahreszeit (April – Oktober) bzw. den Regenzeiten auf. Betroffen sind überwiegend ländliche und suburbane Gebiete mit Ausnahme der Provinzen Xinjiang, Qinghai und Tibet. In den letzten 10 Jahren ging die Zahl der erfassten Erkrankungen deutlich zurück (Kinder werden routinemäßig geimpft). Die höchsten Raten wiesen die Provinzen Shaanxi, Sichuan, Guizhou, Yunnan und die Stadt Chongqing auf. Einzelerkrankungen unter Ausländern in Peking, Shanghai, Hongkong und Kanton sind nachgewiesen. Mückenschutz und Impfung sind wirksame Prophylaxe Maßnahmen.
Vogelgrippe: Besonders in den Wintermonaten steigen die menschlichen Infektionen an Vogelgrippe deutlich an. In der Regel kann ein direkter Kontakt mit infiziertem Geflügel nachgewiesen werden. Bei Reisen nach China muss deshalb vor dem Besuch von Geflügelmärkten, dem Kontakt zu lebendem Geflügel und deren Ausscheidungen und der eigenen Zubereitung von frischen Geflügelprodukten gewarnt werden. Entsprechende Produkte sollten nur gut durchgegart gegessen werden. Reisende aus betroffenen Gebieten, die innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr Atemwegsbeschwerden und Fieber entwickeln, sollten dringend einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen und auf den Besuch hinweisen.
Infektionskrankheiten: Lassen Sie sich vor der Reise durch eine medizinische Beratungsstelle/einen Reisemediziner zu möglichen Infektionskrankheiten beraten.
Sonnenstich: Die Intensität der Sonnenstrahlung in Tibet, wird gerade im Frühling und Herbst leicht unterschätzt.
Denken Sie daher an ausreichenden Schutz.
Tollwut: Jährlich werden immer noch über 1.000 Todesfälle an Tollwuterkrankten gezählt, es ist die Infektionskrankheit, die landesweit die dritthöchste Zahl an Toten verzeichnet. Die Fallzahlen sind besonders in ländlichen und südlichen Landesteilen häufiger. Halten Sie sich bitte, vor allem in Tibet, von streunenden Hunden fern.
Höhenkrankheit: Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung über 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn. Erkranken können besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits früher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewältigt haben. Zu Todesfällen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet, Frühsymptome falsch gedeutet und Medikamente unvernünftig eingesetzt werden. Bei bestimmten Erkrankungen von Herz und Lungen raten wir dringend von der Reise ab, da das Risiko eine Höhenkrankheit zu erleiden dadurch deutlich erhöht wird.

Medizinische Versorgung:

In China gibt es kein System niedergelassener Ärzte. Die Krankenversorgung konzentriert sich daher auf die Krankenhäuser. In den großen Städten finden sich sehr große Klinikzentren mit modernster Ausstattung, wohingegen auf dem Land die Versorgung noch sehr einfach sein kann. Die Hygiene mag nicht europäischen Vorstellungen entsprechen. Das Hauptproblem der medizinischen Versorgung stellt für Ausländer die Sprachbarriere und die andere medizinische Kultur dar. Eine Verständigung ohne chinesische Sprachkenntnisse kann sich mangels Englisch sprechenden medizinischen Personals sehr schwierig gestalten. Ein ausreichender, auch für China gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Tibet bewusst sein. Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht immer gesichert. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Tibet mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegenüber häufig eingesetzten Antibiotika auf. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach Rücksprache mit einem Reisemediziner beim Reisen mitzuführen. Der Kunde hat sicherzustellen, dass sein körperlicher und geistiger Zustand mit der ausgewählten Reise vereinbar ist. Er hat sich über die mit dieser Reise verbundene körperliche Beweglichkeit und geistige Autonomie zu erkundigen.

Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: November 2018


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